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Jugendherberge Prora – die Höfe in ihrer Geschichte
Zu DDR-Zeiten war Prora militärisches Sperrgebiet, streng abgeschirmt von der Öffentlichkeit. Nun ist hier die größte Jugendherberge der Welt entstanden. Für ihre Dimension sorgen drei Höfe des „Koloss von Prora“. Exakt hinter dem Gemäuer der Herberge, am Nordende der einst größten Kasernen-Anlage der Republik, existierten nacheinander zwei bedeutende, zum Teil verheimlichte Einheiten: Das Fallschirmjägerbataillon (seit 1960, offiziell seit 1962 bis 1982) und die Bausoldaten (1982-Ende 1989). Das waren Regime-Eliten und Regime-Gegner.
Denk-MAL-Prora kämpfte lange Zeit vergeblich um den Erhalt baulicher Zeitzeugnisse (Farbschichten, Relikte, Inschriften etc. als „Zeitfenster) in diesem historischen Gemäuer. Es wurde im Dritten Reich lediglich als Rohbau fertig gestellt. Die zu bewahrenden Relikte sollten an die Geschichte erinnern und zum Nachfragen anregen, denn:
Die eigentliche, über die Propaganda hinausgehende Nutzungsgeschichte Proras ist untrennbar mit der Militarisierung des SED-Staates sowie seines Falls im Jahr 1989 verknüpft. Es ist ein wesentlicher Bestandteil deutscher und internationaler Geschichte.
Die Initiative Denk-MAL-Prora möchte zur Erinnerung an diese Geschichte beitragen und darüber hinaus der Opfer des Militarismus in der DDR gedenken.
Mehr Infos: - Virtuelles Museum Proraer Bausoldaten: www.proraer-bausoldaten.de - Stefan Wolter: KDF und Kaserne: (Un)sichtbare DDR-Geschichte in der Jugendherberge Prora, 2011.
Vom hinteren Ende der Jugendherberge gezählt, der erste Hof, der zweite Hof, der dritte Hof, der vierte Hof
Wandlung von der Wache zur Rezeption
Wandlung von der Turnhalle zur Mehrzweckhalle
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