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16.5.2012;16.5.2012;22.4.2012
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Die Jugendherberge Prora …

... war die größte DDR-Bausoldatenkaserne der 1980er Jahre. Die Herberge gilt als Vorbild für die Umgestaltung des Ortes Prora zur Party-, Wohn- und Wellness-Oase. Richtig: Prora braucht Zukunft. Doch die Zukunft darf den Blick auf die Vergangenheit nicht verstellen. Viel zu lange blieb die Entwicklung Proras zu einem der größten Militärstandorte der DDR ausgeblendet: Der Landkreis Rügen baute den Blockabschnitt auf die KdF-Bad-Struktur zurück, um diese formschön zu vollenden - mit finanzieller Hilfe von Land und Bund. Die Kosten haben sich inzwischen mehr als verdreifacht: 2004 = 8 Mio. Euro für rd. 700 Betten/2011 = 16,38 Mio. Euro für 400 Betten. Dazu trug die vorsätzliche Zerstörung (Entkernung) des Blocks zur Ruine im Vorfeld des Jugendevents „Prora03“ bei. Die Bemühungen des Denk-MAL-Prora um Dokumentation und Bildung wurden weitestgehend untergraben. Nach langwierigem Taktieren durfte Denk-MAL-Prora im November 2010 am Mehrzweckgebäude des Jugendzeltplatzes eine Hinweistafel zu den Waffenverweigerern (= Bau- bzw. Spatensoldaten) anbringen. (Presseerklärung des Landes MV).

Denk-MAL-Prora …

… müht sich um den Bestandsschutz von baulichen Merkmalen, die den DDR-Alltag im einstigen NVA- Gelände kennzeichnen. Das vielzitierte „frühere NS-Bad“ bzw. die „ehemalige KdF-Anlage“ ist niemals ein „Kraft-durch-Freude-Seebad“ gewesen, die Baustruktur wurde nie fertig gestellt.  Die Initiative wendet sich gegen die einseitige Vermarktung des „Koloss von Prora“ als NS-Bad und setzt sich für die sachliche Aufarbeitung der realen Geschichte von Block V ein - unter Berücksichtigung der hier im Laufe der Jahre stationierten Einheiten, insbesondere des Pionierbaubataillons Mukran mit der angegliederten Baueinheit II sowie auch der Reservistendienstleistenden, des Fallschirmjägerbataillons und allen anderen, die dem Block eine reale Geschichte gegeben haben, die weitestgehend aus dem Blick geraten ist. (
Kleine Anfrage der FDP an die Landesregierung 11/2010)

Denk-Mal-Prora …

…widmet sich allen Facetten der Geschichte von Prora und
Mukran. Die Initiative sammelt Zeitzeugenberichte und Bilder. Jeder hat seine persönliche Sicht auf Prora. Diese hängt mit der individuellen Geschichte vor der Einberufung/Abkommandierung nach Prora und den dort prägenden Erfahrungen zusammen. Prora und Mukran waren in den 1980er Jahren aber auch wichtige Standorte für die regionale Wirtschaft. Wo sind die damaligen Beschäftigten, die aus ihren Erinnerungen berichten können? Bringen Sie sich mit Ihren Erinnerungen ein, denn …

… ein Teil der Geschichte sind auch Sie.

       1985 - Appellplatz                      1995 - Wiese                       2008 - Zeltplatz

Blick aus dem 5. OG im zweiten Treppenhaus der heutigen Jugendherberge Prora in den Hof ihres Eingangsbereiches und über den heutigen Zeltplatz hinweg.


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